
Raffinesse und Spannung
Das Vermächtnis eines Lebensküntlers
()Deutsch von Clemens Prinz
Kortina Verlag
318
Seiten, Hardcover mit Schutzumschlag
€
19,90 (D) / €
20,50 (A)ISBN 963 87270 0 4
Die spannende Lebensgeschichte eines schelmischen Protagonisten. Ein Mann, der mit seinem Leben wenig anfangen kann, hat die Lust am riskanten Spiel des Geldverdienens liebgewonnen. Ihn treiben gerade seine leicht errungenen Siege zu immer höherem Risiko, wobei er die Moral schon bald weit hinter sich gelassen hat.
Die
Liebe seines Onkels zur Malerei und zu den schönen Frauen, die
Art, wie er das Leben meistert, faszinieren den gefühllosen
Neffen
immer mehr.
Die raffinierte Geschichte eines skrupellosen Hochstaplers vor dem historischen Hintergrund der vierziger und fünfziger Jahre in Ungarn, voller überraschender Wendungen.
Brillant
durchdachte und gestaltete, nahezu perfekt durchkonstruierte
Spannungsliteratur.
Autor
Géza Hegedüs (1912-1990) hat zahlreiche historische Romane und literaturgeschichtliche Werke verfasst, schuf Dramen, Gedichte, Hörspiele. Er war ein Meister der kulturhistorischen Darstellung. Jahrzehnte lang unterrichtete er Dramengeschichte an der Ungarischen Schauspielhochschule in Budapest. Seinen Roman „Das Vermächtnis eines Lebenskünstlers“ schrieb er im Jahre 1964. Er wollte einen skrupellosen Menschentypus darstellen, der selbst in jenen bewegten Jahrzehnten der ungarischen Geschichte immer an der Oberfläche blieb. Aus eigener Erfahrung als an die Front geschickter jüdischer Arbeitsdienstler und als junger Rechtsanwaltsanwärter schöpfend, entlarvt er in dem Buch die menschliche Gier und die Machenschaften der Kriegsgewinnler. Er hat mit diesem Roman bestrebt, im Gewand eines historischen Sittenbildes den „perfekten Krimi“ zu schaffenLesermeinungen
Eine spannende, raffiniert
und dramaturgisch ungemein geschickt aufgebaut Geschichte.
Die Würze jedes modernen Thrillers sind die zahlreich eingestreuten Fakten, sodaß man aus diesem Buch viel mehr über das Umfeld der vierziger und fünfziger Jahre erfahren kann, als man in den Geschichtsbüchern lesen kann.
Auch ein zweites Kriterium für einen Thriller auf der Höhe der Zeit erfüllt der Text: Die schlichten, schwarz-weißen Gut-Böse-Schemata funktionieren nicht mehr.
Anscheinend sind Autoren von der Absurdität von skrupellosen Menschen fasziniert. Vor Jahren habe ich Das Napoleon-Spiel von Christoph Hein gelesen und jetzt habe ich eine ähnliche Figur in diesem Buch gefunden, in einer vielleicht noch spannender aufgebauten Geschichte.


