
VOLLER TALENT!
Als ich noch Zigeuner war
(ők és más elbeszélések)Deutsch von Clemens Prinz
Kortina Verlag
220 Seiten, Klappenbroschur
€ 10,- (D) / € 10,30 (A)ISBN 96386269 6 8
Tamás
Jónás will erzählen, jedoch kein
Mitleid, keine
Moral, keine Konsequenz irgendwelcher Art erzeugen. Er liebt das blosse
Erzählen.“ Die
Berliner Literaturkritik
”Zsuzsi war eine Hure. Ein bißchen stolz war ich schon auf sie. Da gehört ja was dazu. Eine Hure in der Familie. Und ich werde Dichter...“
Autor
„Ich
bin Thomas, ich bin Jona, ich bin Zigeuner … Ich bin
provokativ, mein Gesicht ist rund, meine Haare sind schwarz, ich bin
leidenschaftlich, ich neige zum Nervenzusammenbruch, zum Eigennutz, zur
Verbitterung. Ich bin ehrlich, auf schmerzhafte Art, wie die grell
strahlende Sonne ...”
Tamás
Jónás
Tamás
Jónás 1973 in Ózd
geboren, lebt in Budapest. Mit dem Prosawerk Zigeunerzeiten
gewann er einen ungarischen Literaturwettbewerb und schaffte es beim
Internationalen Romaliteraturbewerb „Thèm
Romano” auf das Siegerpodest. Für seine Gedichte
wurde er mit dem Artisjus- Arany-János-Preis ausgezeichnet. 2002 einjähriges
Herder-Stipendium in Wien, als begabter Nachwuchsautor, vorgeschlagen
von Péter Esterházy.
Mit
22 schrieb er die autobiographischen Erzählungen in Teil I.
dieses Bandes. Sie führen zurück in seine Kindheit.
Die Erinnerungen an Leid und Freuden, kindliche Naivität, an
die mitgehörten Geschichten der Erwachsenen schildert er meist
sachlich, zuweilen verbittert und mitunter mit Ironie.
Die
Helden seiner fiktiven Erzählungen (Teil II.) leben im
dörflichen Zigeunerviertel. Sie sind direkt, ungebunden,
leidenschaftlich und neigen zugleich zur Heftigkeit, sogar zur
Unerbittlichkeit. Der zurückhaltende, nüchterne Stil,
die teils balladenhafte Sprache des Autors machen diese Geschichten
ausdrucksvoll und lebendig.
„Tamás
Jónás ist voller Geschichten über die
Armut, das Ausgeliefertsein, über Schmerz, Liebe,
über den Körper, über Reichtum,
Glück und da capo: über die Armut, er ist voller
Geschichten und voller Talent.”
Péter
Esterházy
Lesermeinung
„Dieses Buch ist ein Hohelied auf die Menschlichkeit - erschütternd in seiner Tragik, befreiend aufmunternd in seiner Komik. Im ersten Teil wird der Leser Zeuge traumatischer Kindheitserlebnisse. Hier wird eine Kindheit beschrieben, die von bitterer Armut geprägt ist, von Angst in vielfältiger Form, aber auch von Lebensfreude und einem unbeugsamen Überlebenswillen.Ein breiter Erlebnisreigen fesselt den Leser und läßt ihn nachdenklich zurück. Die Erzählungen im zweiten Teil des Buches haben mir sehr gut gefallen. Manchmal kommen sie leicht, wie ein Märchen aus alter Zeit daher (siehe "Frauenmord bei der alten Darócer Mühle"); umso schwerer legt sich dann das Geschehen auf die Seele des Lesers.
Spannend und fesselnd lesen sich die Erzählungen. Man möchte MEHR davon. Anschließend möchte ich sagen, dass es unmöglich ist, von diesem Buch nicht berührt zu sein.“
Auch wenn es traurige Realität zeigt, ist es dem Autor gut gelungen sie wiederzugeben. Die Verknüpfung von Biographie und Roman ist besonders gut gelungen.
Dieses
Buch ist mit meinem letzten Bucherlebnis, nämlich mit Die Asche meiner Mutter von
Frank McCourt vergleichbar.
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